Einladung zum Bildungsbrunch Entrepreneurship

by Jakob Fricke written on June 28, 2011

Was vereint Ted Turner, Henry Ford und Richard Branson? Sie sind alle erfolgreiche Unternehmer und Legastheniker. Menschen, die an den Filtermechanismen der Bildungsinstitutionen gescheitert sind, ihren eigenen Weg gefunden haben und letztlich in Ansehen, Bekanntheit, Wohlstand weit mehr erbracht haben als vermutlich alle ihre ehemaligen Klassenkameraden zusammen.

Alan und Susan Raymond untersuchen in ihrem Film Journey into Dyslexia die Rolle der Legasthenie bei einer Reihe sehr erfolgreicher Unternehmensgründer und -lenker. Woher stammt der Erfolg abseits der insitutionalisierten Bildungspfade? Carl Schramm, der Geschäftsführer der Ewing Marion Kauffman Foundation, äußert im Film eine Vermutung:

"They come to the realization that society pronounces the number of skill sets that are necessary for success that they don't seem to have. And they go out and build the environment in which they will impact. That's sort of my working hypothesis to explain why all these entrepreneurs exist who have traits of dyslexia."

Julie Logan von der Londoner Cass Business School hat 2007 etwas genauer hingeschaut und versucht den Zusammenhang in Zahlen zu gießen: 35 Prozent aller US-Entrepreneure und 20 Prozent aller Gründer in Großbritannien zeigen Anzeichen von Legasthenie. Ihre Vermutung zu den Ursachen:

"Many of the coping skills dyslexics learn in their formative years become best practices for the successful entrepreneur. A child who chronically fails standardized tests must become comfortable with failure. Being a slow reader forces you to extract only vital information, so that you're constantly getting right to the point. Dyslexics are also forced to trust and rely on others to get things done—an essential skill for anyone working to build a business."

Wie viel Potential verschenkt eine Gesellschaft, indem Sie potente und potentielle Gründer zwingt, außerhalb des etablierten Wegs ihr Glück zu suchen? – Oder erhöht der Weg außerhalb des Systems die Wahrscheinlichkeit hinterher erfolgreich zu sein?

Was können Akteure im Bildungssystem tun, um unternehmerischen Geist auch an Schulen und Universitäten zu kultivieren?

Diesen Fragen würde ich gerne mit allen Interessierten bei unserem dritten Bildungsbrunch am kommenden Sonntag im playDUcation Büro Berlin nachgehen: www.bildungsbrunch.de/no3

Ich freue mich auf zahlreiches Kommen und eine produktive Diskussion!